Brückenschläge
VÖLKLINGEN
 
 
 
 
 

Studentischer Wettbewerb
Völklingen: Brückenschläge - Rapprochements

Die Jury ... en français



Das Urteil der Jury ... en français

[ Protokoll der Jurysitzung am 06.05.2003 ]

Die Präsentation der 21 eingereichten Arbeiten fand am 5. Mai 2003 von 11.00 bis 18.00 Uhr in einem leer stehenden Ladenlokal , Rathausstr. 35 in Völklingen statt, hierbei hatte die Jury Gelegenheit, Nachfragen an die Bearbeiter zu stellen.

Die Jurysitzung beginnt am 6. Mai 2003 um 10.00 Uhr in der Rathausstr. 35 in Völklingen.

Die Jurymitglieder sind vollständig anwesend und wählen Wolfgang Kil zum Vorsitzenden.

Die Jury diskutiert, ob die Arbeit, die vom Verfasser Kim am Vortag nicht präsentiert wurde, in die Bewertung einbezogen werden soll oder nicht. Es wird entschieden, die Arbeit in der Bewertung zu lassen.

Die Jury diskutiert die Aufgabenstellung und versucht, Kategorien festzulegen, die den unterschiedlichen Lösungsansätzen der Studenten gerecht werden.

Als Kategorien werden formuliert:

  • klassische Planungsansätze
  • strategische Programme
  • künstlerische Interventionen / überschreitendes Denken

Anschließend beginnt die Jury mit dem Informationsrundgang:

Zunächst stellt die Jury fest, dass alle Arbeiten auffallend unterschiedlich präsentiert worden sind.

Die Jurymitglieder diskutieren ausführlich jede Arbeit. Es wird eine Positivauswahl getroffen: Sieben Arbeiten kommen in die engere Wahl.


Auch die übrigen Arbeiten weisen interessante Lösungen auf, von denen hier nur einige zu nennen wären:


Die Arbeit von Ji-Seop KIM wirft eine wesentliche Fragestellung der Stadt auf, indem sie sich auf die wechselvolle und mitunter tragische Geschichte des Industriestandortes bezieht und der Stadt "Luft zum Atmen" verschaffen will.

Die Arbeit von Veronika BARNAŠ formuliert eine durchaus denkbare, in ihrer Ruppigkeit aber nicht unbedingt begrüßenswerte ökonomistische Utopie; man könnte diesen Denkanstoß "Urban Entertainment Destination" auch als Warnung vor zu großer Investorenhörigkeit auffassen.

Die Arbeit von Rainer GEERDES thematisiert das Problem der Zwischennutzung leer gefallener Räume, sucht die intensive Kommunikation mit den Akteuren der Stadt und bedient sich dabei aktueller Codes einer urbanen Ästhetik.

Die Arbeit von Florian PENNER bekennt sich zu den Phänomenen der Schrumpfung und macht Angebote für ein "entschleunigtes Leben" in der Stadt, in dem sie "Geduldsflächen" schafft.

Die Arbeit von Dragana PEŠI wirbt auf andere, aber ebenfalls unmissverständliche Weise für einen Wertewandel als Antwort auf Schrumpfungsprozesse, in dem sie für den "gestrandeten" Stahlstandort ein "Loser-Museum" erfindet.




Die folgenden sieben Arbeiten werden ausführlich besprochen:


... vom industriellen Standort zur Stadt
   ... von den bisherigen Stadtvierteln
         zu den künftigen Stadtvierteln

Yann Casanova und Virginie Pianet
Ecole d’ architecture de Strasbourg
[A]

Die Arbeit ist durch eine gründliche, sowohl geographische als auch zeitliche Analyse der Veränderung der Stadt gekennzeichnet und benennt eindeutig die daraus entstandenen Probleme. Die Lösungsansätze beziehen sich auf die klassischen planerischen Mittel von der Gesamtstadt bis hin zur Quartiersebene, lassen dabei aber Spielraum für die Reaktion auf momentan nicht vorhersehbare Entwicklungen. So gibt es zwei entgegengesetzte Vorschläge zur Entwicklung des Stadtzentrums als ein urbanes Zentrum oder als grünes Herz. In den beiden angedachten Architekturprojekten für den Bahnhof und eine Mediathek wird die Qualität der planerischen Aussagen leider nicht erreicht.


VÖLKLINGEN, DIE MUSIK UND ICH
Konzeption und Kommunikation eines Festivals für elektronische Musik
Miriam Rech
Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken
[P]

Eine Stadt wie Völklingen, die in eine Sackgasse planerischen Vermögens geraten zu sein scheint, benötigt ein strategisches Programm ohne große bauliche Veränderungen und strukturelle Umwälzungen. Diese sind allesamt schwerfällig in der Durchsetzung. Um einen Prozess umfänglicher Maßnahmen überhaupt erst zu begründen und ein Gefühl von möglicher Veränderung in der Stadt zu erzeugen, braucht es Handlungsprogramme, die sofort einsetzbar sind und klug genug in ihrer Instrumentenwahl, um ein nachhaltiger Baustein für eine flexibel ausbaubare Entwicklungsstrategie zu sein.
In diesem Bereich findet die Arbeit in konsequenter und bestechend einfacher Weise einen angemessenen realisierbaren Weg zur Umsetzung in berührend sinnlicher Weise. Dabei fällt vor allem die Konsistenz zwischen Herleitung, d.h. Idee zum Inhalt – guter Ruf für Völklingen = Klang einer zeitgemäßen und zukunftsweisenden Musik - und seiner Umsetzung, d.h. Vision – Besetzung alter Räume = farbiges System mit Schauplätzen neuen Lebens - auf. Das Programm eines Festivals für Völklingen ist bis in alle Details der Gestaltung und der Kommunikation hinein äußerst reizvoll und klar durchdacht und überzeugend künstlerisch durchgearbeitet.


Erfahrbahn
Lars Oberwinter
Universität Kaiserslautern
[A]

Im Bereich strategische Programme setzt diese Arbeit ganz auf das Event eines technischen Erlebnisraums, auf die Überhöhung des Weltkulturerbes durch eine zukunftsweisende Erlebnisbahn. Eine außerordentliche Attraktion für die Stadt, ein touristisches Highlight als Motor für alle weiteren Entwicklungen. Die in besonderer Weise dargestellte Idee und technische Erfindung der "Erfahrbahn" hat sicher das Zeug zu einer Anschubinvestition, wie sie sich Politiker und Investoren wünschen. Die Bahn erscheint reizvoll und originell genug, um viele Besucher zu begeistern. Doch es bleibt die Frage offen, was diese Investition für die Reststadt bedeutet. Diese Dimension der weiteren Entwicklung wird in einer oft allzu Investoren gläubigen Zeit leider zu wenig erwogen und problematisiert. Der Schritt in eine solche notwendige Folgeplanung fehlt auch hier und wäre angesichts der wirklich guten Startidee ein guter zweiter Schritt gewesen.


Der experimentelle Garten
Jean-François Wisson
Ecole d’architecture de Strasbourg
[P]

Das Projekt entspricht deutlich und strukturierend den Aufgaben des Wettbewerbs auf städtebaulicher Ebene mit einer vorbildlichen Lösung bzgl. der Beziehung zwischen Stadt und Industrie. Seine landschaftliche Eigenschaft ist Teil eines programmatischen Rahmens, der einerseits seine graduelle Implementierung und andererseits die Zusammenarbeit der privaten und öffentlichen Träger ermöglicht. Die Planung beruht auf einer internationalen Erfahrung zur Verwaltung von Industriebrachen, wandelt sie jedoch zugunsten einer öffentlichen und nachhaltigen Nutzung des Ortes um. Das Projekt initiiert den Prozeß einer endgültigen Einbindung des Standortes, ohne ihm seine besondere Identität und Räumlichkeit zu nehmen.


Rückbau und Wiedergutmachung
Sebastian Höffken
Universität Kaiserslautern
[P]

Nach einer ebenso radikalen wie tragfähigen Analyse der ökonomischen wie demografischen Realitäten der Stadt kommt der Verfasser zu einer überraschenden Schlußfolgerung: HIer müssen alle bisherigen Lösungsverfahren versagen. Daraus folgert er einen völlig neuen Freiheitsgrad in den möglichen Handlungsoptionen, den er in seinen Entwurfshandlungen sehr anschaulich demonstriert. Getreu Levi-Strauss’ "Lob des Bastlers" werden drei exemplarische Standorte der Innenstadt formalen Analysen unterzogen und mit überraschenden Körperlichkeiten neu besetzt. Dieses Vorgehen will keine konkreten Antworten auf reale Leerstandsmissstände geben, sondern den Gewinn an planerischer Freiheit vorführen, also "die Krise als Chance" interpretieren. Es ist eine Arbeit, die für das berufliche Selbstverständnis der Planerzunft wichtige Impulse vermitteln kann. Obendrein überzeugen die außerordentliche Lokalkompetenz des Verfassers sowie die Souveränität der didaktischen Vortragsstruktur.


Das Haus
Caroline Armand
Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken
[A]

Caroline Armand gelingt mit ihrem Projekt "Das Haus" eine Bewusstmachung wichtiger vorhandener Bausubstanz in der Stadt Völklingen. Indem sie ihre Recherche auf die in Völklingen gebauten Häuser und Siedlungen des Hüttenarchitekten Hans Großwendt (1879-1968) konzentriert und diese durch Kennzeichnung, optische Signale (Fahnen) und Stadtführungen hervorhebt, werden diese Zeugnisse der industriellen Baukunst der einheimischen Bevölkerung und Touristen bewusst gemacht und nahe gebracht. Die Erinnerung an das architektonische Erbe Völklingens vermeidet Eingriffe in bestehende Bausubstanzen und die Planung neuer Bauten. Einzige Eingriffe sind feine, genauestens durchdachte künstlerische Arbeiten in den zum Teil leer stehenden Häusern, die auf die konkrete Raumsituation reagieren.
Mit ihrem Projekt gelingt es Caroline Armand, einen "Erinnerungsraum" für die Stadt zu schaffen und die Identität der Stadt zu stärken.
Das Projekt wird sinnvoll ergänzt durch ein dem Architekten Großwendt gewidmetes, in einem seiner Meisterhäuser untergebrachtes Museum, in das u.a. die Recherchen Caroline Armands einfließen.


Tunnels
Gabriele Heller
Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken
[A]

"Tunnels" ist eine für Völklingen symptomatische Arbeit und nur im Kontext des Spannungsfeldes zwischen Stadt und Weltkulturerbe verstehbar. Die Wiederentdeckung des Fußgängertunnels als Zeitspur des ehemaligen Gebrauchs des "Alten Bahnhofs" wird ausdrücklich gewürdigt. Die Idee der Herstellung einer zweiten - direkten - Anbindung des Weltkulturerbes an den Bahnhof (Nahtstelle zur City) ist städtebaulich sinnvoll. Die Aufnahme des Waagemeisterhäuschens als Rest der Funktionsgebäude auf diesem Saarstahlterritorium (mit der Option, die Saarstahl AG an diesem Konzept als Allianz-Partner zu beteiligen) birgt historische, aber auch politisch-strategische Potenziale. Die künstlerische Arbeit, die mittels Video die Fortführung des Tunnels simuliert, macht die Freiheit der Weiterentwicklung von historisch-materiellen Spuren in der Stadt Völklingen sinnlich erfahrbar. Sie ist temporär gesetzt und verweist symbolhaft auf die politischen Verschüttungen (und Potenziale) und Verwerfungen (und Widersprüche) in der Stadt, die es freizulegen gilt.

Eine Anerkennung [A] in Höhe von je 500 € erhalten Yann Casanova / Viginie Pianet, Lars Oberwinter, Caroline Armand und Gabriele Heller.

Drei Preise [P] in Höhe von je 1000 € werden vergeben an Jean-François Wisson, Sebastian Höffken und Miriam Rech.

Die Entscheidungen wurden einstimmig getroffen und das Protokoll wird gemeinsam unterzeichnet.

Ende der Sitzung 16 Uhr.

Völklingen, den 6. Mai 2003


Dr. Ulrike Groos
Wolfgang Kil (Vorsitzender der Jury)
Helga Knich-Walter
Prof. Peter Lieser
Prof. Dr. Panos Mantziaras
Prof. Henri Stridde
Gudrun Gehring (Protokoll)
Rose-Marie Meschberger (Übersetzung)






vision-stadt 21.de:  Projet urbain expérimental du Cercle culturel de l'économie allemande de l'association fédérale de l'industrie allemande (BDI)
Concours d'étudiants
Völklingen : Rapprochements - Brückenschläge


Le Jury ... auf deutsch



La décision du Jury ... auf deutsch

[ Compte-rendu de la réunion du jury le 6 mai 2003 ]

La présentation des 21 travaux remis a eu lieu le 5 mai 2003 de 11h.00 à 18h.00 dans un magasin vide situé au n° 35 de la Rathausstraße à Völklingen. Au cours de la présentation, le jury a eu la possibilité de poser des questions aux concepteurs.

La réunion du jury commence le 6 mai 2003 à 10h.00 au n° 35 de la Rathausstraße à Völklingen.

Les membres du jury sont tous présents et élisent Wolfgang Kil président de jury.

Le jury discute de l'opportunité de prendre en compte dans l'évaluation le travail n°1 – qui n'a pas été présenté par son concepteur, Monsieur Kim, la veille. Décision est prise de faire concourir ce travail également.

Le jury discute de la mission confiée aux étudiants et essaie de formuler des catégories qui tiennent compte des différentes approches adoptées par les étudiants dans les solutions qu'ils proposent.

Les catégories suivantes sont formulées:

  • approches de planification classiques
  • programmes stratégiques
  • interventions artistiques / pensées hors-normes

Le jury débute la sélection en inspectant chaque travail :

En premier lieu, le jury constate que tous les travaux ont été présentés de manière extrêmement diversifiée.

Les membres du jury discutent de chaque travail de manière exhaustive. Sept travaux sont sélectionnés pour entrer dans la sélection finale.


Les autres travaux présentent également des solutions intéressantes, pour n'en citer que quelques-unes:


Le travail de Ji-Seop KIM soulève une interrogation essentielle sur la ville en faisant référence à l'histoire tourmentée et à la fois tragique du site industriel et en voulant donner à la ville "une bouffée d'oxygène".

Le travail de Veronika BARNAŠ formule une utopie économique tout-à-fait envisageable, mais à la brutalité pas nécessairement souhaitable. On pourrait aussi considérer cette réflexion "Urban entertainment destination" comme un avertissement face à une dépendance trop grande envers les investisseurs.

Le travail de Rainer GEERDES prend pour sujet le problème de l'utilisation provisoire d'espaces vides, recherche une communication intensive avec les acteurs de la ville et se sert des codes actuels d'une esthétique urbaine

Le travail de Florian PENNER reconnaît le phénomène du dépérissement et fait des propositions qui tendent vers une vie "moins rapide" dans la ville en créant des "zones de patience".

Le travail de Dragana PEŠI veut promouvoir d'une manière différente mais également sans équivoque un changement de valeurs pour répondre au processus de dépérissement, en créant pour le site sidérurgique démodé un "musée des losers".




Les sept travaux font l'objet d'une discussion exhaustive:



... de l’industrie à la ville
   ... des quartiers aux quartiers

Yann Casanova und Virginie Pianet
Ecole d’ architecture de Strasbourg
[A]

Ce travail se caractérise par une analyse en profondeur de la transformation de la ville, tant sur le plan géographique que temporel, et identifie clairement les problèmes qui en résultent. Les solutions proposées font appel aux moyens de planification classiques en partant de l'ensemble de la ville et en allant jusqu'au niveau des quartiers, tout en laissant une marge de manoeuvre pour réagir à des évolutions qui ne sont pas prévisibles pour l'instant. Il existe ainsi deux propositions opposées pour l'évolution du centre-ville : un centre urbain ou un poumon vert. Il est à regretter que les deux projets architecturaux évoqués pour la gare et la médiathèque n'aient pas la qualité de l'expression de la solution urbanistique.


Völklingen, La musique et moi
Conception et communication d'un festival de musique électronique
Miriam Rech
Ecole d'arts plastiques de Sarrebruck
[P]

Une ville comme Völklingen, dont les ressources en termes de planification semblent être arrivées dans une impasse, a besoin d'un programme stratégique sans grandes modifications urbanistiques et sans transformations structurelles, celles-ci étant toutes difficiles à mettre en oeuvre. Pour justifier tout d'abord un processus de réformes d'ampleur et pour créer le sentiment que des modifications sont possibles dans la ville, il faut des programmes d'action qui soient réalisables immédiatement et qui soient suffisamment intelligents dans le choix de leurs instruments pour être les fondements durables d'une stratégie de développement flexible et évolutive.
Avec un suivi et une simplicité éblouissante, ce travail trouve à ce niveau un moyen approprié et réaliste pour une mise en œuvre touchante de sensualité. On remarque surtout la justesse entre l'origine, i.e l'idée du contenu – bonne réputation pour Völklingen = écho d'une musique contemporaine et futuriste – et sa réalisation, i.e. le projet – occupation d'anciens espaces = système de couleurs avec les lieux de représentation d'une nouvelle vie. Le programme du festival de Völklingen, avec tous ses détails de planification et de communication, est extrêmement captivant, très bien pensé et très convaincant sur le plan artistique.


Le train de l'expérience
Lars Oberwinter
Université de Kaiserslautern
[A]

Dans le domaine des programmes stratégiques, ce travail mise entièrement sur un espace d'aventure technique sur les surélévations du patrimoine culturel mondial, par un train de l'aventure futuriste. Une attraction extraordinaire pour la ville, un évènement touristique qui servira de moteur à tous les autres développements. L'idée particulièrement bien représentée et l'invention technique du "train de l'aventure" a certainement l'étoffe d'un investissement dynamique tel que les politiques et les investisseurs les souhaitent. Le train semble suffisamment captivant et original pour enthousiasmer de nombreux visiteurs. Toutefois une question reste ouverte : que signifie cet investissement pour le reste de la ville? Dans une époque de crédibilité envers les investisseurs, cet aspect de la poursuite du développement est malheureusement trop peu pris en compte et traité. L'étape de planification ultérieure, qui est nécessaire, manque également ici; au vu de la très bonne idée de départ, cela aurait été une bonne deuxième étape.


Le jardin expérimental
Jean-François Wisson
Ecole d’architecture de Strasbourg
[P]

Le projet répond avec une clarté ordonnatrice aux questions du concours à une échelle urbaine avec une solution exemplaire sur le rapport entre ville et industrie. Sa qualité paysagère s'inscrit dans un cadre programmatique qui permet, d'une part sa mise en place phasée, d'autre part la coopération des acteurs privés et publics. Il s'appuie sur une expérience internationale de gestion de friches industrielles, tout en la modifiant au profit d'un usage public et durable du lieu. Le projet initie le processus d'un décloisonnement définitif du site sans le priver de son identité et de sa spatialité particulières.


Démantèlement et réparation
Sebastian Höffken
Université de Kaiserslautern
[P]

Après une analyse aussi radicale que défendable des réalités économique et démographique de la ville, le concepteur en vient à une conclusion surprenante : l'échec de toutes les solutions appliquées jusqu'à présent. Il en déduit un degré de liberté complètement nouveau dont il fait la démonstration de manière très claire dans ses manipulations de projet et qu'il illustre dans ses différentes possibilités d'action. Fidèle à la "louange du bricoleur" de Levi-Strauss, il soumet trois sites du centre-ville choisis à titre d'exemple à des analyses formelles et les réorganise avec une présence de corps surprenants. Ce procédé ne prétend pas apporter des réponses concrètes au vide bien réel des bâtiments, mais présenter les bénéfices d'une liberté de planification, i.e. interpréter la crise comme une opportunité. Il s'agit d'un travail qui peut être une source d'inspiration pour la compréhension professionnelle du corps des planificateurs. En outre, le concepteur a convaincu par sa connaissance extraordinaire des caractéristiques locales ainsi que la dignité de la structure didactique de sa présentation.


La maison
Caroline Armand
Ecole d'arts plastiques de Sarrebruck
[A]

Avec son projet "La maison", Caroline Armand réussit à faire prendre conscience de l'importante substance architectonique présente dans la ville de Völklingen. En concentrant ses recherches sur les maisons et les zones d'habitation construites par l'architecte de l'aciérie, Hans Großwendt (1879-1968), et en les mettant en valeur à travers une signalisation et des repères visuels (drapeaux) ainsi que des parcours urbains, la population locale et les touristes prennent conscience de ces témoins de l'architecture industrielle et en deviennent familiers. Le rappel du patrimoine architectonique de Völklingen évite des interventions sur le bâti actuel et la planification de nouveaux bâtiments. Les seules interventions sont des travaux artistiques précis mûrement réfléchis dans ces maisons partiellement vides qui réagissent à la situation spatiale concrète.
Avec son projet, Caroline Armand réussit à créer une "pièce du souvenir" pour la ville et à renforcer l'identité de la ville.
Le projet est complété avec beaucoup d'à-propos par un musée dédié à l'architecte Großwendt, dans l'une des maisons de maître qu'il a construites, dans laquelle se trouvent notamment les recherches de Caroline Armand.


Tunnels
Gabriele Heller
Ecole d'arts plastiques de Sarrebruck
[A]

Pour Völklingen, "Tunnels" est un travail symptomatique compréhensible uniquement dans le contexte des relations existant entre la ville et le patrimoine culturel mondial. La redécouverte du tunnel piéton, indice temporel de l'ancienne utilisation de l'"ancienne gare", est chaleureusement saluée. L'idée de la création d'une deuxième liaison –directe- entre le patrimoine culturel mondial et la gare (point de jonction avec la ville) est parfaitement compréhensible du point de vue urbaniste. L'enregistrement vidó de la maisonnette du responsable des chariots, reste du bâtiment de fonction sur ce territoire de la Saarstahl (avec la possibilité de faire participer la société Saarstahl AG à ce projet en tant que partenaire de l'alliance), recèle des potentiels historiques mais également politiques et stratégiques. Le travail artistique, qui simule par vidéo la poursuite du tunnel, fait vivre par les sens la liberté de développement d'indices historiques et matériels dans la ville de Völklingen. Cette manifestation est temporaire et illustre symboliquement les bouleversements politiques (et les potentiels) ainsi que les rejets (et les contradictions) de la ville, mis à jour.

Une mention dotée [A] d'un prix de 500 € est décernée aux Yann Casanova / Viginie Pianet, Lars Oberwinter, Caroline Armand et Gabriele Heller.

Trois prix [P] d'un montant de 1000 € sont remis aux Jean-François Wisson, Sebastian Höffken et Miriam Rech.

La décision est prise à l'unanimité et le compte-rendu est signé par chaque membre.

Fin de la réunion : 16h00.

Völklingen, le 6 mai 2003


Dr. Ulrike Groos
Wolfgang Kil (Président du jury)
Helga Knich-Walter
Prof. Peter Lieser
Prof. Dr. Panos Mantziaras
Prof. Henri Stridde
Gudrun Gehring (Compte-rendu)
Rose-Marie Meschberger (Traduction)